Weltlog Woche 17 – 2012


23 April 2012

Dieser Weblog ist durch Mitarbeiter von Fr. Thieme geschrieben, da diese sich noch immer im Mutterschutz befindet.

Sollten zum jetzigen Zeitpunkt Parlamentswahlen stattfinden, würde die Partei für die Tiere sogar mit vier Sitzen im Parlament vertreten sein. Dies ergab sich aus neusten Untersuchungen. Das wäre eine Verdopplung unserer augenblicklichen Sitzanzahl im Parlament. Das sind wunderbare Neuigkeiten! Es ist toll zu merken, dass unser Gedankengut von immer mehr Menschen unterstützt wird.

Wenig Verständnis konnte man letzte Woche für die Elefantenjagd des spanischen Königs Juan Carlos aufbringen. Die Elefantenjagd wurde bekannt, nachdem der spanische König mit einer gebrochenen Hüfte von seiner Jagdreise aus Botswana zurückkehrte. Elefanten sind streng geschützte Tiere, allerdings werden offensichtlich für kapitalkräftige Lustjäger da schon mal Ausnahmen gemacht. Unsere Fraktion hat zu diesem Thema Parlamentsfragen gestellt, um über diese Elefantenjagd mehr Informationen zu erhalten.

Außerdem haben wir die niederländischen Minister um Aufklärung gebeten, was die niederländischen Angebote an solchen Jagdreisen mit dem Abschuss von geschützten Tierarten betrifft. Weiterhin wollen wir wissen, ob Mitglieder der Königsfamilie, die in der Vergangenheit regelmäßig zusammen mit Juan Carlos im königlichen Jagdgebiet Het Loo gejagt haben, ob diese ebenso dieser Form von Jagdtourismus nachgehen. Der spanische König Juan Carlos ist hinsichtlich seines Jagdverhaltens sehr umstritten. Er war in der Vergangenheit in verschiedene Jagdzwischenfälle verwickelt. Die Ausübung der Jagd von König Carlos lässt sich außerdem schlecht mit seinem Ehrenvorsitz des Weltnaturfonds in Einklang bringen. Der niederländische Weltnaturfonds hat die Elefantenjagd in einer Erklärung vertuscht. Es wird höchste Zeit, dass Jagdtourismus verboten wird, ebenso wie das Anbieten solcher Jagdreisen in der Reklamewelt.

Aufgrund einer Initiative der Partei für die Tiere fand eine Diskussion über die Folgen von Feuerwerk im Parlament statt. Während einer Anhörung erläuterten Augenärzte, Umweltspezialisten, Feuerwerkexperten, Polizei und Justiz ihre Vision über das Abbrennen von Konsumentenfeuerwerk zum Jahreswechsel.

Die Partei für die Tiere ist dafür, das Konsumentenfeuerwerk verboten werden sollte. Jedes Jahr werden Hunderte von Menschen zum Jahreswechsel ernsthaft verletzt, darunter sehr viele Kinder. Die Hälfte der Unfallopfer sind umstehende Menschen, die selbst kein Feuerwerk abfeuern. Augenärzte machen darauf aufmerksam, dass das Verletzungsrisiko, welches man während des Jahreswechsels eingeht, in anderen Ländern zu einen negativen Reiseempfehlung des Außenministeriums führen würde.

Nicht nur Augenärzte auch Bürgermeister haben sich mittlerweile für Maßnahmen starkgemacht. Auch viele Bürger sind für ein Feuerwerksverbot. 2009 haben mehr als 65.000 Menschen eine Bürgerinitiative unterschrieben, welche das Parlament dazu aufrief, das Abfeuern von Feuerwerk stark einzugrenzen. Dieses Manifest ist damals nicht in Behandlung genommen worden.

Es ist an der Zeit, um diese Tradition umzuformen in professionelle Feuerwerkshows. Dann kann jeder von einem wunderbaren Feuerwerk genießen, ohne großen Schaden an Mensch, Tier und Natur. In Kürze debattiert das Parlament erneut auf Anfrage der Partei für die Tiere über diese Sache. Wir bleiben dran!

Bis nächste Woche!