Weltlog Woche 34 – 2009


21 August 2009

Willkommen zurück alle zusammen. Ich hoffe, Sie hatten alle einen schönen Sommer, Ihre Akkus sind wieder aufgeladen, um Tierleid aus der Welt zu schaffen.

Ich selber habe neue Energie während des Welt Veganisme Festivals in Rio de Janeiro getankt, dort habe ich Marly Winckler getroffen, eine echte Powerfrau, die Vegetarismus in Brasilien erfolgreich bekannt macht, gerade sie weiß, wie keine andere, wie schädlich sich die weltweite Fleischproduktion auf das wunderschöne Brasilien auswirkt.

Und vielleicht trägt sie dazu bei, dass eine brasilianische Partei für die Tiere gegründet wird. Sie hat mir jedenfalls fest versprochen, ernsthaft darüber nachzudenken. Ein Durchbruch ist bereits realisierbar, wenn nur 1 von 100 Brasilianern für die Tiere stimmt, und das muss in einem Land mit Wahlpflicht doch wohl möglich sein!


Welt Veganisme Festival in Rio de Janeiro

In den Niederlanden hat die Zeitung DePers den Erfolg der Partei für die Tiere in den ersten beiden Jahren analysiert. Leider ist dieser Weltlog zu klein, um die gesamte Analyse wiederzugeben, aber Sie finden hier die Analyse und mit google translate können Sie eine grobe Übersetzung in Ihrer Sprache erhalten.

Sehr schön wird der Gedankenumschwung in dem Artikel wiedergegeben:

Juni 2007
Landwirtschaftsministerin Verburg will nicht ans Fleisch kommen
Als Antwort auf Parlamentsfragen von der Partei für die Tiere schreibt sie: ‘Wenn tierische Eiweiße in unserer Nahrung durch pflanzliche Eiweiße ersetzt werden, wird der Umweltdruck sinken.’ Aber damit will sie sich nicht beschäftigen. Die Klimaziele können auch sehr gut ‘ohne Eingriffe in das Konsumentenverhalten’ erreicht werden. Und Aufklärung auf diesem Gebiet wird es nicht geben.

Juni 2008
Landwirtschaftsministerin Verburg schwenkt vorsichtig um
Die Ministerin hat durch Wissenschaftler der Universität Wageningen ein Gutachten über Meat the Truth erstellen lassen. Sie schreibt, das der Film Unwahrheiten enthält. Und doch ist ‘nach ihrer Auffassung, eine Verschiebung im Konsum von tierischen Eiweißen zu umweltfreundlicher produzierten tierischen und pflanzlichen Eiweißen’ nötig.

Landwirtschaftsministerin Verburg

Oktober 2008
Fleisch essen ist politisches Thema geworden
Es sind 2 Gutachten im Auftrag von Landwirtschaftministerin Verburg und Umweltminister Cramer erschienen. In einer der Einleitungen steht: ‘Nach dem Erscheinen von Meat the Truth durch die Partei für die Tiere (PvdD), ist der Konsum von Fleisch und die Umweltauswirkungen, die damit einher gehen, ausdrücklich auf die politische Agenda gesetzt worden. Der Film und die Parlamentsfragen der PvdD legen einen Zusammenhang zwischen dem Treibhauseffekt und Fleischkonsum in den Niederlanden. Die Ministerien von VROM und LNV haben darauf antizipiert, indem sie eine Untersuchung ausgeführt haben, nach dem Treibhaus- Umwelt- und gesellschaftlichen Effekt, wenn Fleisch- und Milchprodukte durch andere Eiweiße ersetzt werden.’

Juni 2009
Landwirtschaftsministerin Verburg promotet den Verzehr von Insekten
Während der Präsentation ihrer Nota Umweltfreundliche Nahrungsmittel zeigt Verburg ‘die Nahrung der Zukunft’: gebackene Insekten und fleischlose Bitterballen. Sie erkennt nun stets mehr, dass der (wachsende) Fleischkonsum problematisch ist und spricht sich für umweltfreundlichere Nahrungsmittel aus. Das bedeutet nicht automatisch vegetarisches Essen, aber pflanzliche Eiweiße müssen tierische Eiweiße sehr wohl ersetzen. Die Niederlande müssen 2015 ‘Vorläufer’ ‘auf dem Gebiet von umweltfreundlichen Nahrungsmittel’ für die internationale Gemeinschaft sein.

Juli 2009
Fleischreduzierung ist Kabinettspriorität
Zusammen mit den Ministern Cramer und Koenders (Entwicklungszusammenarbeit) publiziert Ministerin Verburg die 'Politikagenda Umweltfreundliche Nahrungssysteme'. Dies ist eine Antwort auf die Gutachten von Oktober, die wiederum eine Reaktion auf das Plädoyer der PvdD sind. Die Ministerin: 'die Produktion von Milch- und Fleischprodukten übt großen Druck auf die Umwelt aus, ein Zuwachs wird große Auswirkungen auf das weltweite, ökologische System haben. Das Parlament erachtet dies als äußerst dringliches Problem, so das dieses zur Parlamentspriorität ernannt wird, unter dem Thema Biodiversität, Nahrungsmittel und Fleisch.' Außer, dass Fleisch und Milchprodukte umweltfreundlicher produziert werden müssen, müssen wir in den Niederlanden mehr Fleischersatzprodukte essen'.

Inzwischen (August 2009) hat Ministerin Verburg eine Subventionsregelung i.H.v. 1,7 Millionen Euro bereitgestellt, für Ideen auf dem Gebiet von Fleischersatzprodukten. Und nicht nur in den Niederland soll die Zukunft pflanzlicher werden. Schauen Sie mal was The Times am 10. August schrieb.

Es kommen große Veränderungen für jeden, der an eine mitfühlendere und umweltfreundlichere Welt glaubt, lassen Sie uns alle zusammen daran hart mitarbeiten!

Herzlichst,
Marianne