Die Nieder­lande wollen die illegale Walfischjagd in Japan bekämpfen


20 Februar 2017

Sea Shepherd / Glenn Lockitch

Die Niederlande werden die illegale Walfischjagd durch Japan während der Vertragsunterhandlungen zwischen Europa und Japan ansprechen. Das hat Außenminister Koenders Donnerstag bestätigt, nachdem die Partei für die Tiere hierzu Fragen gestellt hatte. Die europäische Kommission, welche namens der EU mit Japan verhandelt, weigerte bislang, während der Verhandlungen die Beendigung der Walfischjagd einzufordern.

Wir erhielten am 9. Februar die Zusage von Außenminister Koenders, nachdem Parlamentsmitglied Esther Ouwehand und Europarlamentarierin Anja Hazekamp, während der jährlichen EU Debatte hierzu Fragen gestellt hatte.

Seit 1986 gilt ein internationales Verbot auf die kommerzielle Walfischjagd, um die Tiere vor dem Aussterben zu schützen. Japan hält sich nicht an dieses Verbot und jagt weiterhin auf Walfische, angeblich für wissenschaftliche Zwecke. Die europäische Kommission hatte angegeben, ein Verbot zur Walfischjagd nicht als Teil des Handelsvertrages aufzunehmen. Die Partei für die Tiere ist deshalb sehr zufrieden mit der Zusage von Außenminister Koenders.

„Die Niederlande ist gegen den Walfischfang, das ist ein guter Anfang. Anschließend wird es sich darum drehen, an den richtigen Stellen Druck auszuüben. Gut, dass der Außenminister diesen Schritt nun setzt,“ findet Ouwehand.

Laut Europarlamentarierin Anja Hazekamp ist es wichtig, das Japan deutlich gemacht wird, dass die illegale Jagd auf Walfische Konsequenzen auf die Unterhandlungen mit Europa haben werden. Auf Initiative von der Partei für die Tiere sprach sich eine Mehrheit des europäischen Parlaments bereits im vergangenen Jahr gegen die Walfischjagd in Japan aus.

„Japan hat das internationale Verbot auf die Walfischjagd zu respektieren und die Walfische in Ruhe zu lassen. Wir werden, – mit niederländischer Unterstützung – bei der europäischen Kommission erneut einfordern, dass das Ende der Walfischjagd eine absolute Bedingung für weitere Verhandlungen mit Japan sein wird.“ so Hazekamp.