Wach­sender Widerstand in Asien: Taiwan verbietet als erstes asia­tische Land Hunde- und Katzen­f­leisch


4 Juli 2017

Taiwan ist seit April das erste Land in Asien, welches den Konsum und den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch gesetzlich verboten hat. Das betreffende Gesetz ist gemeinsam mit einigen anderen Maßnahmen vom taiwanesischen Parlament angenommen worden und soll den Schutz von Tieren im Land verbessern. Straftäter können ein Bußgeld von bis zu 7400 Euro bekommen und auf Tierquälerei steht eine Strafe von maximal 2 Jahren Gefängnis. Außerdem werden die Namen und Fotos der Täter öffentlich gemacht. Die Partei für die Tiere in Taiwan, genannt Trees Party, arbeitet hart dafür, dass Tiere und ihr Lebensraum in Taiwan geschützt werden.

Wendy Higgins, von der Tierschutzorganisation Humane Society International, sieht in Asien einen größeren Trend entstehen: “Taiwans neue Gesetzgebung ist Teil eines wachsenden Widerstands gegen den Handel von Hundefleisch in Asien und verdeutlicht, dass ein großteil der Bürger in asiatischen Ländern das Essen von Hunde-und Katzenfleisch widerlich findet. Taiwan gibt auch ein starkes Signal ab an Länder wie China und Südkorea, wo es noch immer massenhaft Handel von Hundefleisch gibt und Millionen von Hunden schwer Mißhandelt und dann geschlachtet werden. Es ist Zeit für Veränderung und Verbote wie dieses, die deutlich machen, dass die Anti-Hundefleischinitiativen nicht nur im Westen unterstützt werden. Die Tierschutzbewegung wächst schnell in Asien und der Aufruf, den Grausamkeiten gegen Hunden ein Ende zu machen, wird immer lauter.”