Mariannes Blog: “Geben Sie uns bitte Ihre Stimme?”


21 Mai 2019

Die vergangenen Wochen waren von der Zusammenarbeit mit unseren europäischen Schwesterparteien geprägt. Zusammen mit unseren Schwesterparteien PACMA und PAN organisierten wir die Premiere des Dokumentarfilms #Powerplant in Portugal (Porto) und Spanien (Madrid). Beide Vorführungen waren voll und fand im Anschluss eine Frage- und Antwortrunde mit dem Publikum statt. In Porto wurde ich von meinem portugiesischen Kollegen und PAN-Spitzenkandidat für die Wahlen zum Europäischen Parlament (EP) Francisco Guerreiro begleitet, während ich in Madrid von Silvia Barquero, der Vorsitzenden der spanischen Schwesterpartei PACMA, begleitet wurde.

Marianne und Silvia Barquero während der Frage- Antwortrunde nach der Vorstellung von #Powerplant

Wir hatten auch fantastische Wahlnachrichten von unseren Schwesterparteien. Sowohl die spanische PACMA, als auch die finnische EOP sind während ihrer nationalen Wahlen gewachsen. Unsere italienische Schwesterpartei Partito Animalista Italiano hat sogar Geschichte geschrieben: Der Richter sagte ihnen, dass sie als unabhängige Partei an den Europawahlen teilnehmen können. Das ist in Italien absolut einzigartig für eine Partei ohne Parlamentssitz.

Ein weiterer großer Sieg für unsere internationale Tierrechtsbewegung: Unsere Schwesterpartei im Vereinigten Königreich, die Animal Welfare Party, schlug die Kandidaten der Labour Party und der Konservativen bei den Kommunalwahlen in Alsager mit einem echten David gegen Goliath. Wie haben sie das gemacht? Hier erzählen sie alles darüber.

Unsere australische Schwesterpartei hat gerade Bundestagswahlen abgehalten und hofft auf einen Sitz, aber es wird eine Weile dauern, bis die Ergebnisse bekannt sind. DierAnimal, unsere Schwesterpartei in Belgien, bereitet ebenfalls ihre ersten Wahlen vor. Die Partei wurde erst im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, konnte jedoch bereits ausreichende Unterstützung für die Teilnahme an den regionalen, nationalen und europäischen Wahlen sammeln. Unglaublich!

Unsere europäische Spitzenkandiatin Anja Hazekamp war letzte Woche in Brüssel, um eine Vorführung von #Powerplant zu besuchen und sich mit Constance Adonis, der Gründerin von DierAnimal, während eines Frage & Antwort-Gesprächs mit der belgischen Öffentlichkeit zu unterhalten. Constance beschrieb die aktuelle Position von DierAnimal treffend: „Die anderen Parteien werden bereits nervös und scheinen plötzlich dem Tierschutz mehr Aufmerksamkeit zu schenken. In Belgien machen wir bereits jetzt schon einen Unterschied.“ Am 26. Mai können alle Belgier für DierAnimal stimmen. Ergreife diese Chance!

Europarlementarierin Anja Hazekamp in Brüssel, zusammen mit Constance Adonis von DierAnimal

Die Partei für die Tiere und 10 weitere europäische Schwesterparteien erwarten spannende Tage in dieser Woche: die Europawahlen vom 23. bis 26. Mai! Wir haben in den letzten Monaten zusammengearbeitet, um den europäischen Bürgern zu zeigen, dass wir die einzigen grünen, fortschrittlichen Parteien sind, die den Kurs in der Europäischen Union (EU) ändern wollen.

Denn das ist dringend nötig: Die EU gibt Milliarden für die zerstörerische Viehwirtschaft aus, lässt Raum für umweltschädliche und giftige Aktivitäten, lässt Bürger und Tiere im Stich und unternimmt nichts gegen die größte Bedrohung unserer Zukunft: die Klimakrise. Wussten Sie zum Beispiel, dass die EU den Einsatz von Tieren wie Katzen und Hunden in Laboratorien selbst verhindert?

IPBES, die größte internationale Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (mit 130 Ländern als Mitglieder), hat kürzlich alarmierende Schlussfolgerungen gezogen: Die Ökosysteme, von denen wir und alle anderen Arten abhängen, brechen schneller ab als je zuvor. Wir brechen die Grundlagen unseres Lebensunterhalts, unserer Ernährungssicherheit und unserer Gesundheit in rasender Geschwindigkeit ab.

Laut IPBES müssen wir uns von dem derzeit begrenzten Paradigma des Wirtschaftswachstums und den Subventionen für nicht nachhaltige Aktivitäten wie Landwirtschaft und Fischerei abwenden und den nachhaltigen Alternativen zuwenden. Die EU tut derzeit genau das Gegenteil. Zusammen mit unseren 10 europäischen Schwesterparteien, die sich zu Animal Politics EU zusammengeschlossen haben, zeigen wir, dass wir es besser machen können.

In dem von uns gemeinsam erstellten Kampagnenvideo fragen wir deshalb die Bürger: "Dürfen wir bitte Ihre Stimmen haben?" Helfen Sie uns, einen Unterschied zu machen. Teile diese Nachricht und gehen Sie bitte stimmen!

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Bereits vor einigen Jahren hatte die Partei für die Tiere einen Gesetzesentwurf zum Verbot der unbetäubten Schlachtung vorgelegt. Der wurde damals vom niederländischen Senat abgelehnt. Wir haben daraufhin einen neuen Legislativvorschlag für eine allgemeine Verpflichtung zur Betäubung von Tieren vor dem Schlachten vorgelegt, der nun vom Bundestag in Behandlung genommen werden kann.

Trotz der Bestätigung des Staatsrates, dass der Gesetzesentwurf einem legitimen sozialen Interesse dient, empfiehlt der Rat, den Gesetzesentwurf "neu zu überdenken", da die soziale Notwendigkeit eines Verbots der unbetäubten Schlachtung nicht hinreichend nachgewiesen worden wäre. Wir teilen diese Meinung nicht. Es besteht kein Zweifel, dass unbetäubtes Schlachten zu großem Tierleid führt. In der Gesellschaft gibt es eine weit verbreitete und wachsende Empörung über dieses zusätzliche Leiden. Dieser Aufruf kommt auch von Experten wie den königlich, niederländischen Verband der Tiermedizin und der europäischen Vereinigung der Tierärzte , welche beide der Ansicht sind, dass das zusätzliche Tierleid, das bei unbetäubt geschlachteten Tiere verursacht wird, inakzeptabel ist.

Eine Plenardebatte über unser Gesetz wird in Kürze stattfinden. Ich freue mich darauf. Die Religionsfreiheit endet dort, wo das Leiden anderer - Mensch und Tier - beginnt. Es sollte für ein Tier keine Rolle spielen, welchen Glauben sein Metzger hat. Darüber hinaus gibt es glücklicherweise eine wachsende Gruppe von Gläubigen, welche Betäubung vor der Schlachtung akzeptieren und welche mehr im Einklang mit den Tierschutzanforderungen ihres Glaubens steht.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Bis zum nächsten Mal

Marianne Thieme