Erfolgreiche inter­na­ti­onale Stras­sen­hun­de­kon­ferenz in Madrid


10 Oktober 2017

Die niederländische Partei für die Tiere (PvdD) hat am vergangenen Wochenende in Madrid, gemeinsam mit der spanischen Schwesterpartei PACMA, eine internationale Konferenz zur Strassenhundeproblematik organisiert. Vertreter von Tierschutzparteien und Tierschutzorganisationen aus mehr als 20 Ländern konnten Erfahrungen austauschen, mit dem Ziel, die Situation von Strassenhunden weltweit zu verbessern.

Während der Konferenz, die zwischen dem 29. September und dem 1. Oktober stattfand, haben Teilnehmer aus allen Teilen der Welt – von Spanien bis Taiwan, von Georgien bis Australien und von Kolumbien bis Ecuador – Erkenntnisse ausgetauscht und einander inspiriert, um für das weltweit vorkommende Strassenhundeproblem auf politischem Wege zu tierfreundlichen Lösungen zu gelangen. Prominente Experten der International Companion Animal Management (ICAM)- Koalition haben ihre Expertise mit den anwesenden Gästen geteilt.

Tierschutzorganisationen aus unterschiedlichen Ländern teilten viele interessante Erfahrungen aus ihrem jeweiligen Land. So erzählte eine ukrainische Organisation von ihren sehr innovativen und effektiven, aber gleichzeitig kostengünstigen, digitalen Werkzeugen zur Registration und Überwachung streunender Tiere, der sogenannten Animal-ID. Sally Kadaoui erzählte von ihrer einzigartigen, persönlichen und erfolgreiche Art, die lokalen Bevölkerungsgruppen in der marokkanischen Stadt Tanger bei der Verbesserung der Situation der Hunde vor Ort mit einzubeziehen. Sie zeigt, dass wenn wir gut für Tiere sorgen, es auch den Menschen besser geht.

Lesung Marianne Thieme

Teil der Konferenz war auch eine Vorlesung von Marianne Thieme. Als Gründerin und Fraktionsvorsitzende der niederländischen PvdD sprach Thieme im vollbesetzten Saal des Museums Lázaro Galdiano über die Rolle der Partei beim befeuern der Debatte über die Rechte der Tiere, sowohl in den Niederlanden als auch außerhalb. Sie erklärte auch die Notwendigkeit der politischen Beeinflussung, um die Positionen der Tiere, Natur und Umwelt zu verbessern. Diese Themen sind anscheinend sehr lebendig in Madrid, denn die Lesung Thiemes war komplett ausverkauft.

Wachsende internationale Bewegung

Die Partei für die Tiere ist die erste politische Partei der Welt, die nicht die kurzfristigen Interessen des Menschen zentral stellt, sondern den gesamten Planeten mit all seinen Bewohnern. Die Partei verbucht elektoral große Erfolge und hat mittlerweile 53 Volksvertreter, worunter fünf im niederländischen Parlament, zwei im niederländischen Senat und einem im europäischen Parlament. Weltweit gibt es mittlerweile 18 Parteien für die Tiere.