Weltlog Woche 03 – 2012


16 Januar 2012

Ich wünsche allen noch ein gutes Jahr 2012! Auch dieses Jahr werden wir alles tun, um die Niederlande tierfreundlicher zu machen. Silvester hat wiederum viel Stress und Verwundete unter den Tieren gesorgt Feuerwerk enthält außerdem Schwermetalle und sehr giftige Stoffe, die den Boden, das Wasser und die Luft ernsthaft verunreinigen. Die Schäden betragen jährlich minimal 500 Millionen Euro. Nach jeder Silvesternacht müssen 3 Millionen Kilo Abfall aufgeräumt werden!

Es wundert uns darum auch nicht, dass die Vorschläge der Partei für die Tiere, das Abbrennen von Konsumentenfeuerwerk zu verbieten, soviel Unterstützung erfahren. Aus einer Umfrage ergibt sich, dass 2/3 der niederländischen Bevölkerung dafür ist, dass Feuerwerk nur noch auf zentralen Plätzen durch professionell organisierte Feuerwerkshows abgebrannt werden sollte. Damit kann jeder von einem schönen Feuerwerk genießen, ohne das so viel Schaden an Mensch, Tier und Umwelt angerichtet wird.

Gute Neuigkeiten vom Flughafen Weeze in Deutschland. Dieser Flughafen wird Sonnenpanelen auf dem Flughafen aufstellen, von denen 3.300 Haushalte mit Elektrizität versorgt werden können. Wenn Schiphol diesem Beispiel folgen würde, wären die Probleme mit den Gänsepopulationen schnell und tierfreundlich gelöst. Das Gänseproblem auf Schiphol soll nämlich sehr tierunfreundlich gelöst werden, nachdem CDS, PvdA und D66 Ende 2011 gemeinsam dem Tötungsplan „Gänse 7“ zugestimmt haben. In dieser Übereinkunft zwischen Landwirtschafts- und Naturorganisationen ist festgelegt, dass einen Massenvergasung und Abschuss von Gänsen Teilbestandteil sind kann vom Gänseprojekt.

Ich hatte darum gebeten, diese Maßnahme, die übrigens gegen die europäische Gesetzgebung verstößt, aufzuschieben. Leider bekam ich dafür keine Mehrheit. Nach unserer Meinung sind Vorsorgemaßnahmen weitaus geeigneter, um die Flugsicherheit zu garantieren. Wir plädieren darum für ein Verbot für den Anbau von Futtergewächsen (sehr anziehend für die Gänse) rund um den Flughafen Schiphol und für Sonnenpanelen anstatt Grasfelder auf dem Flughafen.

Schlechte Nachrichten für die Legehennen. Offensichtlich befinden sich die Niederlande unter den 14 tierunfreundlichsten Ländern in Europa, die auch nach dem 1. Januar noch immer nicht ausreichend daran gearbeitet haben, die Legebatterie abzuschaffen, wie es in Europa verpflichtet ist. Die EU bereitet Rechtsstreite gegen die Übertreter vor. Seit bereits 12 Jahren ist bekannt, dass Legebatterien ab dem 01Januar 2012 verboten sind. All die Jahren hatten Hühnerhalter die Möglichkeit ihren Betrieb an die neuen Normen anzupassen, trotzdem willen einige Länder einen Aufschub dieser Maßnahme.

Auch Landwirtschaftsekretär Bleker hatte vor einen Aufschub von einem halben Jahr zuzustimmen. Unter Leitung der Partei für die Tiere und der PvdA hat der Bundestag Bleker zurückgepfiffen. Bleker musste sich deshalb in Europa gegen den Aufschub aussprechen. Trotzdem haben allen Länder einen Aufschub von einem halben Jahr bekommen.

Die Partei für die Tiere hat die niederländische Regierung gefragt, alles dafür zu tun, damit Erwin Vermeulen, der niederländische Freiwillige der Sea Shepherd, der letztes Jahr in Japan festgenommen worden ist. Vermeulen war in Japan gewesen, um Bilder von den horrormäßigen Delphinfängen in der Küstenstadt Taji zu machen. Dort werden jährlich Tausende von Delphinen auf brutale Weise in die Bucht getrieben, wo anschließend Delphintrainer aus der ganzen Welt für viel Geld die besten Exemplare für ihre Delphinarien aussuchen. Die übriggebliebenen Delphine werden auf grausame Art und Weise abgeschlachtet.

Vermeulen wurde ohne erkennbare Anklage festgenommen. Die Partei für die Tiere macht sich Sorgen darüber, dass es sich um einen unehrlichen Prozess handelt. Der Außenminister Uri Rosenthal wimmelte diese Sorgen während der Fragestunden eher ab. Wir lassen uns die Haltung der holländischen Regierung nicht gefallen und haben weitere Bundestagsfragen gestellt. Wir werden sie weiter informieren.

Bis nächste Woche!